
Über Charlotte de Rocher
Expressive Holzskulpturen aus der Kettensäge — Atelier in Berlin
Charlotte de Rocher arbeitet in Berlin mit der Kettensäge und schafft großformatige wie intime Holzskulpturen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die direkte Auseinandersetzung mit dem Rohmaterial Stamm: Aus rohen Baumstämmen entstehen markante Formen, die zwischen Figuration und Abstraktion oszillieren. Ihr Atelier in Berlin ist Werkstatt, Ausstellungsraum und Labor zugleich; hier entwickelt sie Einzelstücke für Sammler, Installationen für den öffentlichen Raum sowie Arbeiten für Galerien.
Materialien und Arbeitsweise: Charlotte arbeitet überwiegend mit regionalen Hölzern wie Eiche, Buche und Kiefer, die sie bei städtischen Rodungen, regionalen Forstbetrieben oder spezialisierten Händlern bezieht. Der Arbeitsprozess folgt klaren, aufeinander aufbauenden Schritten: Auswahl und Begutachtung des Stamms, Grobformgebung mit der Kettensäge, sukzessive Modellierung mit feineren Sägen und Handwerkzeugen, Oberflächenbearbeitung mit Schleifmaschinen, Räucher- oder Ölauftrag und abschließende Fixierung auf Basis- oder Einbaustrukturen. Sicherheits- und Hebetechnik spielen eine wichtige Rolle bei großen Arbeiten; dust extraction und persönliche Schutzausrüstung garantieren einen professionellen Ablauf. Die Behandlung der Oberfläche bleibt materialgerecht: Die Holzstruktur wird betont, Risse und Astlöcher werden bewusst in die Komposition integriert oder repariert, je nachdem, welche Aussage die Skulptur tragen soll.
Künstlerische Philosophie und Inspiration: Charlottes Arbeit verbindet Respekt vor dem natürlichen Material mit einem gestischen, oft impulsiven Arbeitsansatz. Die ersten Schnitte mit der Kettensäge sind intuitiv und eröffnen Dialoge mit der Maserung, den Jahresringen und den natürlichen Brüchen des Holzes. In einem zweiten Schritt folgt eine disziplinierte Formgebung, bei der Proportion, Balance und negative Räume ausgearbeitet werden. Inspirationsquellen sind die Berliner Stadtkultur, die wechselnden Jahreszeiten und die Biomorphologie von Bäumen. Diese Einflüsse führen zu Arbeiten, die sowohl ihre Herkunft als auch die Spuren des Bearbeitungsprozesses sichtbar lassen. Besucherinnen und Besucher erhalten Einblicke in die Werkstattarbeit nach vorheriger Vereinbarung; Charlotte nimmt Auftragsarbeiten an und kooperiert mit Kuratorinnen, Architekturbüros und öffentlichem Auftraggebern, um Skulpturen passgenau in Raum und Kontext zu integrieren.
Galerie: Holzskulpturen (Bilder) — Charlotte de Rocher, Berlin
Die Galerie präsentiert ausgewählte Holzskulpturen in hochauflösenden Fotos mit kurzen, präzisen Beschreibungen. Gezeigt werden fertige Werke aus verschiedenen Hölzern (Eiche, Nussbaum, Esche), Detailaufnahmen der Schnittführung sowie Aufstellungsbeispiele im Innen- und Außenbereich, die Maßstab und Wirkung verdeutlichen. Jede Bildserie enthält Perspektiven zur Größe und Materialität: Gesamtansichten mit Personen- oder Architekturbezug, Nahaufnahmen der Maserung und Werkzeugspuren sowie Informationen zu Oberflächenbehandlung (geölt, gewachst, naturbelassen). Die Bildersammlung vermittelt einen klaren visuellen Eindruck von Charlottes reduziertem, kraftvollem Stil und der Wirkung ihrer Schnitte — organische Formen, präzise Kanten und die Spuren handwerklicher Bearbeitung. Technische Hinweise zu Befestigung, Sockeloptionen und Witterungsbeständigkeit ergänzen die Fotos, ebenso Angaben zu Abmessungen und Entstehungsjahr. Für Besichtigungen im Atelier in Berlin oder Anfragen zu Ankäufen und Aufträgen steht das Team von Charlotte de Rocher gern zur Verfügung.
Prozess und Details — Die Entstehung bei Charlotte de Rocher
Das Bild-und-Text-Raster dokumentiert den Entwurfs- und Arbeitsprozess von Charlotte de Rocher Schritt für Schritt. Es zeigt die Entwicklung von ersten Skizzen über die grobe Formfindung mit der Kettensäge bis zu Feinarbeiten, Werkzeugwahl und abschließender Oberflächenbehandlung. Zu jedem Werk gehören Nahaufnahmen, technische Angaben (Materialien, Maße, Gewicht, Befestigungspunkte) sowie Hinweise zu Auftragsarbeiten. Informationen zu Ausstellungsteilnahmen und Besuchsmöglichkeiten im Atelier in Berlin runden die Darstellung ab.

Konzeption und Skizzen
Idee, Proportionen und technische Annotationen
Der Prozess beginnt mit handgefertigten Skizzen und Maßstudien: A4- und A3-Skizzen, Schnellstudien auf Packpapier und maßstäbliche Bleistiftzeichnungen. Jede Zeichnung enthält Proportionslinien, Materialangaben und Anmerkungen zu Ein- und Ausschnitten. Für komplexe Auftragsarbeiten werden zusätzlich digitale Mock-ups und Zeichnungen im CAD-Format erstellt, um Maßhaltigkeit und Montagepunkte vorab zu prüfen. Diese Dokumentation bildet die Entscheidungsgrundlage für Materialwahl und Tragkonstruktion.

Rohbearbeitung mit der Kettensäge
Grobes Entfernen und Formfindung in Stadien
Die grobe Formgebung erfolgt oft mit der Kettensäge zur schnellen Materialabtragung. Arbeitsschritte werden fotografisch dokumentiert: Erstschnitt zur Reduktion von Volumen, Zwischenstufen zur Überprüfung von Silhouette und Schwerpunkt, Feinjustage vor den Handwerkzeugen. Sicherheit und Stabilisierung sind essentiell: Halterungen, Holzunterlagen und kontrollierte Schnittfolgen verhindern Spannungsrisse. Bei größeren Arbeiten werden Schnittverläufe protokolliert, um spätere Verleimungen oder Stahlkernverstärkungen planen zu können.

Werkzeugwahl und Feinarbeit
Handwerkzeuge, Schleiffolgen und Präzision
Feinformen und Detailarbeit erfolgen mit einem abgestimmten Satz an Werkzeugen: Stechbeitel, Hohleisen, Raspeln, Exzenterschleifer und rotierende Fräser für strukturierende Oberflächen. Die Schleiffolge wird projektbezogen gewählt (grob bis fein, etwa Körnung 60 bis 320), ebenso die Kombination aus mechanischer und manueller Bearbeitung. Technische Angaben wie Bohrdurchmesser für Montage, Einschraubpunkte und Einbettungen von Metallleisten werden als technische Zeichnung mitgeliefert. Für bestimmte Aufträge kommen chemische Füllstoffe oder Epoxidharz zur Stabilisierung zum Einsatz.

Oberflächenbehandlung und Dokumentation
Schutz, Ästhetik und technische Datenblätter
Die abschließende Oberflächenbehandlung richtet sich nach Holzart und gewünschter Optik: natürliche Öle (Leinöl, Tungöl), Wachsfinish, matte oder satinierte Lacke sowie bei Wunsch auch gebrochene Farbanstriche oder kontrolliertes Abflammen. Zu jedem Werk gehören hochaufgelöste Nahaufnahmen, ein technisches Datenblatt mit Materialbeschreibung, Abmessungen, Gewicht, empfohlener Pflege sowie Montagehinweisen. Für Auftragsarbeiten bietet Charlotte de Rocher Projektgespräche, Vor-Ort-Maßnahmen in Berlin, Zeitpläne und Transport-/Installationsangebote an. Ausstellungshinweise und Besichtigungstermine im Atelier sind nach Vereinbarung möglich.







